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Echte Männer gehen in Karenz

Vor rund sechs Jahren startete die Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek in Österreich die Kampagne "Echte Männer gehen in Karenz", mit der Sie die Anzahl der Karenzväter deutlich erhöhen wollte. Da jedoch diese Kampagne bei Weitem nicht jeden Vater erreichte und die Thematik dennoch aktuell ist lohnt sich ein Blick darauf, was die Kampagne eigentlich bewirkte und was aus ihr wurde.

Ein Vorstoß für Männer

Es wirkte fast schon ein wenig ironisch, dass sich ausgerechnet die Frauenministerin im Jahr 2010 für die Männerwelt stark und mehr Vätern die Karenz schmackhaft machen wollte. Der Hintergrund der Kampagne, für die sich Gabriele Heinisch Hosek den Sozialminister Rudolf Hundstorfer sowie weitere Sozialpartner als Unterstützung holte, war jedoch der Familiengedanke an sich. Zum einen könnte der berufstätige Vater in der Karenzzeit eine stärkere Bindung zum Kind aufbauen und zum anderen würden die Frauen ebenfalls davon profitieren, da die Väter sie tatkräftiger bei der Kindsbetreuung unterstützen können. Somit wäre der ganzen Familie gedient wenn dem Vater der Weg in die wichtige Karenz erleichtert werden würde. Überdies zeigten Statistiken, dass sich die Männerkarenz positiv auf die beruflichen Wiedereinstiegsmöglichkeiten der Frau auswirken würde, ohne dass der Vater durch die Karenz negative Folgen in seinem Betrieb zu erwarten hätte.

 

Ernüchterung nach Jahren

Es ist durchaus möglich, dass sich die Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek Hoffnungen auf eine deutliche Veränderung durch ihre damalige Kampagne gemacht hat. Nach nunmehr sechs Jahren jedoch folgte die Ernüchterung dahingehend, als dass noch immer unzählige Väter vor der Karenz zurückschrecken und diese schlichtweg nicht in Anspruch nehmen. Als Hauptgründe hierfür gilt die Angst vor finanziellen Einbußen und die Kritik, dass die Karenz Kampagne ohnehin nur Besserverdienende sowie Beamte ansprechen würde. In Österreich gilt das einkommensbezogene Kindergeld, so dass diese Beweggründe durchaus nachvollziehbar erscheinen. Überdies zeigen Statistiken, dass viele Männer noch immer die Angst vor beruflichen Nachteilen in ihren Betrieben plagt und dass diese aus diesem Grund schlicht und ergreifend auf die wichtige Zeit mit der Familie verzichten. Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen, dass eine Präsenz des Vaters in den ersten Monaten des Babys sehr gute Auswirkungen auf die familiäre Bindung und damit auch auf die Entwicklung des Babys hat. Den gewünschten Erfolg brachten diese Erkenntnisse für die Karenz der Väter jedoch nicht.

 

Die Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek jedoch gibt indes nicht auf. Mit einer neuen Kampagne, die wiederum für die Karenz für Familienväter wirbt, möchte Sie auf Ihren damaligen Vorstoß aufmerksam machen. Der Unterschied zur damaligen Zeit: Mit der neuen Kampagne spricht die Frauenministerin nunmehr nicht nur ausschließlich die Väter an, sie wendet sich vielmehr auch an deren Arbeitgeber und Unternehmen. Die Unternehmen sollen nach dem Willen der Frauenministerin ihre männlichen Arbeitgeber ermutigen, die Zeit der Karenz in Anspruch zu nehmen. Dieses Anliegen könnte die Ministerin jedoch nur dann erreichen, wenn die Unternehmen ihren männlichen Arbeitnehmern auch wirklich glaubhaft machen könnten dass die Karenz wirklich keine Nachteile für die spätere berufliche Laufbahn hätte.

 

Bezüglich der neuen Kampagne gibt es noch keine Statistiken, so dass die Zukunft den Erfolg der Bemühungen von Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek aufzeigen wird. Statistiken über den bisherigen Erfolg der damaligen Kampagne gibt es jedoch sehr wohl und diese sind wahrlich ernüchtern. Bislang nutzen lediglich 5 Prozent aller Väter die Karenz. Mit diesem Ergebnis liegt Österreich derzeitig sogar noch hinter Schweden. Die Frauenministerin hat jedoch bereits angeregt, dass ein sogenannter Partnerbonus als zusätzlicher Anreiz geschaffen werden könnte, um zumindest die finanziellen Bedenken gegen eine Karenz für Väter aus Sicht der Familien zu beseitigen. An der entsprechenden Werbung und den Marketingmaßnahmen indes scheitert es derzeitig nicht, da die Kampagne von Filmen und zahlreichen Plakaten von Vätern mit Babys in dem Arm sowie von glücklichen Familien begleitet wird.

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